Chronik


Im Wonnemonat Mai des Jahres 1910 gründeten Fußball begeisterte junge Männer aus Odenheim den “Viktoria“ mit den Farben Rot - Schwarz. Nur wenig später wurde mit dem FC “Teutonia“, der die Farben Blau - Schwarz trug, ein weiterer Fußballclub gegründet. Schon nach kurzer Zeit erfolgte ein Zusammenschluss beider Vereine und so entstand der FC “Viktoria“ Odenheim mit den Vereinsfarben Blau - Weiß, die auch heute noch der Verein trägt.

Heute ist der Fußballsport zur populärsten Sportart in Deutschland geworden und der DFB ist der größte Fußballverband der Welt. Den gesundheitlichen und erzieherischen Wert des Sportes leugnet heute niemand mehr und der Sport hat sich in den letzten Jahren einen immer größeren Stellenwert im öffentlichen Leben erkämpft. Dass die Männer der ersten Stunde viele Schwierigkeiten zu überwinden hatten, ist ausreichend bekannt.

Die Männer der ersten Stunde
Hinten von links: Emil Försching, H. Fröhlich, Josef Stricker, Peter Hammer, Alfred Hammer,
                           Anton Schorle, Josef Köstel, Eduard Philipp, Karl Lemle
Vorne von links: Rudolf Zoz, Anton Albert, Franz Bott

Josef Knaus, einer der Odenheimer Fußballpioniere, berichtet:  “Wir spielten auf Wiesen und eine Zeit lang auf einem sehr kleinen Platz neben dem Schulhaus. Die Platzfrage hat uns immer am meisten Sorgen gemacht. Die finanzielle Lage bereitete uns damals nicht soviel Kopfzerbrechen, da wir in unserem unvergessenen Karl Schorle einen großen Gönner und Idealisten hatten. Er war die Triebfeder, daß ein Platz im Kammerloch (Richtung Neuenbürg) gekauft werden konnte. Unangenehm war die Härte des Platzes und manchmal waren unsere Knochen stark zerschunden. Die Mannschaften spielten mit je 6 Mann auf verkleinertem Feld und zwar 2 x 30 Minuten. Zu jedem Spiel mußten die Torstangen abtransportiert werden, eine Tatsache, die der heutigen Jugend sicherlich unverständlich ist”. Vor der Errichtung des Sportplatzes im Gewann Kammerloch spielte man auf einem Gelände, auf dem später die Bolichwerke errichtet wurden. Aber auch dort konnten die Fußballer nicht lange ihren geliebten Fußballsport ausüben. Durch die großzügige Unterstützung von Karl Schorle wurde dann das Gelände im Kammerloch erworben. Hier wurde nun in Eigenarbeit der neue Sportplatz errichtet. Das Sportgelände war gerade fertig gestellt, begann auch schon der Erste Weltkrieg, der 22 der besten Kameraden aus den Reihen riss. Aber kaum war der Krieg vorbei, gingen beherzte Männer wieder daran, dem Odenheimer Fußballsport neue Impulse zu verleihen. Große Schwierigkeiten waren zu überwinden. Aber die Liebe zum geliebten Fußballsport überwand sie alle.

Die Mannschaft der zwanziger Jahre


So verhalfen junge Idealisten dem FC “Viktoria“ zu neuem Leben. Turniere wurden veranstaltet, um die Finanzlage zu verbessern. Wie zu lesen ist, konnten durch Vermittlung von Emil Vetter einige Pforzheimer Spieler gewonnen werden, um das Spielniveau zu heben. Sicher wurden sie mit Naturalien entschädigt, die ja in jener Zeit sehr knapp waren. Der Mannschaft gelang dann auch der Aufstieg von der C- in die B-Klasse. Es zeigte sich sehr bald, daß der Sportplatz im Kammerloch nicht nur den sportlichen Anforderungen kaum gewachsen war, sondern dass er zu weit außerhalb des Dorfes lag. Man war sich darüber im Klaren, daß man einen besser gelegenen Platz benötigte, um mehr Zuschauer zu den Spielen zu bekommen. Beim Felsenkeller wurde nun dank der Hilfe der Gemeindeverwaltung ein neuer Platz errichtet. Es war nicht leicht, die Landwirte davon zu überzeugen, daß dieser Platz für die Fußballspieler unbedingt notwendig war. Doch nach größeren Schwierigkeiten wurden die Pachtverträge gelöst und das Gelände dem FC Odenheim verpachtet. Nun ging es beim FC weiter aufwärts.

Die “Alt-Herren“ Mannschaft


Der 1. Mannschaft gelang 1932 erstmals der Aufstieg in die A-Klasse. Dort spielte sie bis zum Ausbruch des II. Weltkrieges mit wechselndem Erfolg. Sehr viele “Viktorianer“ mußten in den Wirren der damaligen Zeit ihr Leben lassen. Aber das Rad der Geschichte stand nicht still. Obwohl unser Vaterland nach dem Krieg einen totalen Zusammenbruch erlitt, versuchten die Fußballer aus den Ruinen neues Leben erblühen zu lassen. Am 29.9.1945 trafen sich im Gasthaus “Zum Engel“ die aus dem Kriege zurückgekehrten Sportkameraden und wählten Karl Henrich zu ihrem Vorsitzenden. Nach einigen Freundschaftsspielen beteiligte man sich bald mit gutem Erfolg bei den Verbandsspielen. Es zeigte sich schnell, daß der Fußballsport in Odenheim viele Freunde gewann. Aber man schenkte die Aufmerksamkeit nicht nur den Seniorenmannschaften, sondern weitsichtige Männer erkannten, daß gerade die Jugend gefördert werden müßte, wenn man erfolgreich für die Zukunft planen wollte. Es war oft mit großen Schwierigkeiten verbunden, die Bälle und Sportkleidung zu bekommen, doch wurden diese zum Teil auf dem “Schwarzen Markt“ besorgt.

Saison 1931/1932 Aufstieg A-Klasse
Von Links: Alexander Scheuring, Alfred Lanz, Anton Maurer, 0tto Wickenhäuser, Wendelin Maurer,
                 Karl Senn, Josef Heinrich, Edmund Scheuring, Pius Laub, Ludwig Köstel, Anton Bieringer,
                 Robert Hörner, Emil Becker

Jakob Scheuring, Odenheims erfolgreichster Sportler - er war einer der er folgreichsten Sprinter Deutschlands und gehörte der 4 x 100m Staffel und der 4 x 400m Staffel an, die damals Europarekord lief - war einer der ersten Trainer, der der Mannschaft vor allem in konditioneller Hinsicht einiges beibrachte. Jakel Herber war sicherlich einer der erfolgreichsten Trainer der 50er Jahre, der es immer wieder verstand, die Mannschaft zu begeistern und von Erfolg zu Erfolg zu führen. Ehrenvorsitzender Albert Wehrle, der ein großes Stück Odenheimer Fußballgesichte schrieb, war immer eifrig bemüht, seine “Viktoria“ zu unterstützen. So gelang der Odenheimer Mannschaft schnell der Aufstieg von der A-Klasse in die Bezirksklasse. Die Fußballer gewannen viele Sportfreunde als Zuschauer und Mitglieder. Vorstand Karl Heinrich wurde von Karl Volz als Vorsitzender abgelöst. Von 1947 - 1951 leitete Albert Wehrle die Geschicke des Vereins. In dieser Zeit gelang der Mannschaft auch der Aufstieg in die II.  Amateurliga. Alexander Koser, Otto Pfeiffer und Julius Buttinger führten damals die Geschicke des Vereins.

Die Mannschaft im Jahre 1950
Von Links: 1. Vorstand Albert Wehrle, Eugen Zund, Josef Mattem, Willi Försching, Zimmermann,
                 Eugen Vetter, Werner Lemle, Eduard Zoz, Franz-Peter Scheuring, Theo Weiß,
                 Ferdinand Jäger, Robert Köstel, 2. Vorstand Peter Jochum

Am 30. März 1956 (Karfreitag) wurde Willi Rinck zum 1. Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt bekleidete er bis zum Jahre 1960. Spielerisch betrachtet hatten wir in der Zeit der II. Amateurliga eines der besten Teams in der Vereinsgeschichte. Es war die Zeit, in der Eugen Zund und Emil Kettner in der Mannschaft geschickt Regie führten. Gerade diese beiden Spieler waren in jeder Partie für einen Treffer gut. Unser Heimspielnimbus war so enorm, daß es fast als ein Wunder galt, in Odenheim zu gewinnen. Nicht selten fuhren die Fans mit drei Bussen zu den Auswärtsspielen, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Mit Eugen Zund, Emil Kettner, Alfred Scheuring, Walter Mangang und Edwin Köstel stellte der FC Odenheim allein fünf der besten Kreisauswahlspieler. Die Torjäger Zund, Kettner, Scheuring und Co. waren auf allen Plätzen gefürchtet.

Unter der Regie von Vereinspräsident Willi Rinck wurde in Eigenarbeit unter tatkräftiger Mithilfe vieler Mitglieder das Clubhaus errichtet. Damit ging ein lang gehegter Wunsch der Fußballer in Erfüllung. Endlich hatte man die Möglichkeit, sich nach den Spielen zu duschen und die Versammlungen in eigenen Räumen abzuhalten.

Die Odenheimer erreichten in dieser Zeit auch das Pokalfinale, hier unterlag man in Bruchsal gegen den FC “Olympia“ Kirrlach. In diese Zeit fällt auch eine recht erfolgreiche Jugendarbeit des Jugendleiters Edmund Scheuring, der in Odenheim viele Jugendturniere durchführte, die weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt wurden. 1958 führten die Odenheimer als erster Verein des Kreises Bruchsal ein gut besetztes Jugendligaturnier durch, daß vom VfR “Olympia“ Kronau gewonnen wurde. Leider konnten die “Viktorianer“ den Klassenerhalt in der II. Amateurliga nicht mehr erreichen und die Mannschaft musste in die A-Klasse absteigen. Josef Mattern und Ernst Hammer führten als weitere Kapitäne das Vereinsschiff. In diesem ständigen Wechsel der Vereinsführung muß Schatzmeister Josef Vetter lobend erwähnt werden. Er führte nahezu zwei Jahrzehnte die Finanzen des Vereins. Das sportliche Ziel war der Wiederaufstieg in die II. Amateurliga. Mit Walter Langlotz wurde ein neuer Trainer verpflichtet. Ludwig Köstel übernahm den Spielausschuß, doch konnte das gesteckte Ziel nicht erreicht werden.

Im Jahre 1963 wurde bei der Generalversammlung, die viel Zeit beanspruchte, weit nach Mitternacht Fridolin Dezenter zum Vorsitzenden gewählt. Eine Entscheidung. die bei vielen alten Fußballern zumindest kritisch betrachtet wurde. Doch die Saison lief überraschend gut. Die Mannschaft eilte von Sieg zu Sieg und erkämpfte sich ein Punktekonto von 19:1. Doch in der überaus dramatischen Schlußphase wurden wir von großen Rivalen Oberhausen abgefangen. Während unsere Mannschaft gegen Heide einen hart umkämpften 2:1 - Erfolg errang, gelang dem SV Oberhausen in Stettfeld in der 92. Minute ein 0:1 - Sieg. Damit war ein Entscheidungsspiel fällig. Im Michaelsbergstadion in Untergrombach lieferten sich beide Teams ein gutes und spannendes Spiel, das wir 2:1 verloren. Haugks Anschlußtreffer kam zu spät. Damit wurde mit viel Pech der Aufstieg verpaßt.

In der Saison 1965/66 hatten wir einen schlechten Start. Sportfreund Klötzer aus Bruchsal wurde kurzfristig verpflichtet, um die Mannschaft vor dem Abstieg zu retten. Man gewann auch in Oberöwisheim glatt mit 3:0, doch durch überraschende Ergebnisse von anderen Spielpaarungen bestimmt, mußten wir ein Entscheidungsspiel gegen den TSV Oberöwisheim um den Verbleib in der A-Klasse bestreiten. Es war eine der dunkelsten Stunden in der Vereinsgeschichte der “Viktorianer“. Man verlor diese Begegnung verdient mit 1:0 und mußte in die B-Klasse absteigen. Für viele Fans war dies unbegreifbar, denn in der gleichen Saison wurde die von Kurt Joswig betreute Jungligamannschaft Staffelmeister und erkämpfte sich bei den Badischen Meisterschaften einen ausgezeichneten 3. Platz. Trainer Langlotz wurde von Heideisheim zurückgeholt und er erreichte mit der jungen Mannschaft, in der Klaus Zund als Torjäger herausragte, ohne große Schwierigkeiten die Meisterschaft und den Wiederaufstieg in die A-Klasse. Zu dieser Zeit war Karl Becker Vereinspräsident.

Saison 1966/1967 Aufstieg A-Klasse
Hinten von links: 1. Vorstand Karl Becker, Spielausschuß Josef Mattern, Trainer Walter Langlotz,
                           Willi Stricker, Josef Bolich, Rolf Henning, Ludwig Försching, Franz Winter,
                           Klaus Zund, Oskar Rügner, Helmut Holzwarth
Vorne von links: Peter Ullmann, Wolfgang Kuhn, Theo Försching, Rupert Keller, Gerhard Mildenberger

Ende der 60er Jahre kam das Damenfußballspiel in Mittelbaden stark auf. Nach dem bei den ersten Spielen außerordentlich viele Zuschauer kamen und die Kasse kräftig klingelte, stellte man beim FC Odenheim auch Überlegungen an, ein solches Damenfußballteam ins Leben zu rufen. Das erste Freundschaftsspiel fand vor einer großen Zuschauerkulisse gegen das eingespielte Team des VfR Rheinsheim statt. Hier gab es eine glatte Niederlage. Beim Rückspiel in Rheinsheim lagen wir schon zur Halbzeit so kräftig im Rückstand. daß unser Team erst nach vielem guten Zureden bereit war, nach Wiederanpfiff weiterzuspielen. Bald übernahm Erwin Krapp den Posten des Betreuers und unter seiner Regie nahm der Fußball beim Damenteam einen Aufschwung. Es wurden viele Freundschaftsspiele mit wechselndem Erfolg ausgetragen. Auch an einer Runde nahm man teil. Höhepunkte aber waren zweifellos die Damenfußballturniere, die immer am Dreikönigstag durchgeführt wurden und viele Zuschauer anlockten. Doch war der Bestand des Teams nicht von langer Dauer, da die Fahrten zu den Spielen immer weiter wurden und Coach Krapp seinen Posten aufgab.

Die Damen- Mannschaft
Hinten von links: Betreuer Günter Rügner, Gabi Lampert, Doris Stephan, Claudia Försching,
                           Brigitte Habich, Ingeborg Wachter, Ute Mattern, Betreuer Erwin Krapp
Vorne von links: Christa Kölle, Helga Heckert, Helga Kümmel, Ulrike Zahn, Anna Ajdinovic

Unsere Mannschaft spielte in den nächsten Jahren in der A-Klasse eine glänzende Rolle. Wir standen als Spitzenmannschaft oft knapp vor dem Titelgewinn, aber uns fehlte das Quäntchen Glück, ohne das keine Meisterschaft zu erreichen ist. Kämpfe um die Meisterschaft mit Neudorf, Östringen, VfB Bruchsal und dem TSV Wiesental sind unvergessen und haben Spieler und Fans viele Nerven gekostet. Es gibt wenige Clubs, die so viele Zuschauer zu Auswärtsspielen mitbringen, wie dies beim FC Odenheim der Fall ist.  Am 29. März 1971 lasen wir in den BNN: “FC Odenheim seit 14 Spieltagen ohne Niederlage!“. Dennoch konnten wir das Duell gegen den FC Östringen nicht gewinnen und wurden “nur Zweiter“. Trainer wie Grimmelt, Herberger, Marquedant und Dopf versuchten vergeblich, die Odenheimer wieder in die II. Amateurliga zu führen. Nach den vielen erfolglosen Versuchen, die Meisterschaft zu erreichen, schlich sich Resignation ein. So mußte Trainer Robach versuchen, die Odenheimer vor einem Abstieg zu retten. Und der Hauptfeldwebel aus Bruchsal schaffte es. Doch seine Verpflichtung für eine weitere Saison machte er von der Zugewinnung zweier guter Stürmer abhängig. Hier blieb die “Viktoria“ ihren Grundsätzen treu, lehnte ab und der Trainer ging. Mit Sportkamerad Krizey wurde ein guter Nachfolger gefunden.

Saison 1972/1973
Hinten von links: Wendelin Hovard, Karl Becker, Josef Schorle, Josef Scheibli, Alexander Hodecker,
                           Oskar Stricker, Josef Bolich, Anton Hammer, Willhelm Dürr, Trainer Robach,
                           Toni Stricker
Vorne von links: Adolf Sieber, Karl Rudolf, Heinz Probst, Hermann Schorpp, Michael Junghans,
                          Reiner Götzen

Es fehlte der “Viktoria“ zu allen Zeiten an Mäzenen, die bereit waren, gute Spieler von auswärts zu verpflichten. Doch dies muß nicht unbedingt negativ gewertet werden. Mit der Verpflichtung von Spielertrainer Spankowski brach eine neue Ära an. Der eigenwillige Spankowski hatte es am Anfang sicherlich schwer in Odenheim. Doch er verstand es meisterhaft, seine Truppe zu begeistern. Es sah am Anfang nicht gut aus, doch kämpfte sich unsere Mannschaft punktgleich mit dem TSV Stettfeld auf den 6. Tabellenplatz. Es wurde ein Entscheidungsspiel in Zeutern durchgeführt um einen freien Platz in der neu gegründeten Bezirksklasse. Doch der Aufstieg war nur möglich, wenn die Kirrlacher das Duell gegen Eggenstein gewannen. Das war leider nicht der Fall und der Sieg in Zeutern war wertlos. Doch die Odenheimer ließen sich nicht entmutigen. Die Mannschaft hatte sich das Ziel gesetzt, die A-Klassenmeisterschaft zu erkämpfen, um den Aufstieg nachzuholen. In einem dramatischen Zweikampf mit dem TSV Wiesental erkämpfte sich der FC Odenheim die A-Klassenmeisterschaft. Damit ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung und auch der neue Präsident August Keßler, der Josef Schorle abgelöst hatte, sah optimistisch in die Zukunft.

Saison 1977/1978 Aufstieg Bezirksliga
Hinten von links: Betreuer Karl Rudolf, Spielausschuß Heinz Kunzmann, Spielausschuß Egon
                           Keplinger, Josef Hörner, Josef Hemberger, Gerhard Müller, Horst May,
                           Dieter Stephan, Rainer Hörner, Jürgen Scheibli, Helmut Försching,
                           2. Vorstand Josef Bolich, Trainer Peter Spankowski, 1. Vorstand August Keßler
Vorne von links: Karl-Heinz Habich, Peter Koller, Harald Bornhäuser, Gerhard Mildenberger,
                          Eugen Ehmann

Mit gemischten Gefühlen sah man der Bezirksklasse entgegen. Doch alle Befürchtungen wurden in den Wind geschlagen, als sich die ersten Erfolge einstellten. In einem spannenden Zweikampf mit dem SV Blankenloch erreichten die Odenheimer die Meisterschaft. Ein Erfolg, der im ganzen Fußballkreis Bruchsal mit Achtung und Bewunderung aufgenommen wurde. Damit hatten die Odenheimer mit ihrem rührigen Trainer Spankowski sich einen Wunschtraum erfüllt. Sie stiegen in die Landesliga auf.

Saison 1978/1979 Aufstieg Landesliga
Hinten von links: Adolf Sieber, Spielausschuß Franz Winter, Helmut Försching, Josef Hemberger,
                           Wolfgang Lampert, Siegbert Ziesel, Dieter Stephan, Josef Hörner,
                           1. Vorstand August Kessler, Trainer Peter Spankowski, Betreuer Karl Rudolf
Vorne von links: Gerhard Müller, Ludwig Schorle, Karl-Heinz Habich, Harald Bornhäuser,
                          Dieter Haugk, Gerhard Mildenberger, Rainer Hörner

Jedem war klar, daß in dieser Klasse ein rauer Wind wehen würde. Durch viel Verletzungspech bedingt, waren wir lange Zeit auf dem letzten Platz. In der Vorrunde erreichten wir nur 9 Pluspunkte. In der Rückrunde lief es weit besser, doch in der Endphase schien uns die Luft auszugehen. Beim letzten Spiel der Verbandsrunde konnten wir uns durch einen 4:1 - Erfolg beim FC Singen noch auf den drittletzten Platz retten. Es hätte sogar der viertletzte und damit der Nichtabstiegsplatz sein können, wenn nicht der totgesagte FC Brötzingen im Abschlußspiel gegen den FC Berghausen einen 0:2 Rückstand in den letzten 10 Minuten! noch in einen Sieg umgewandelt hätte. So stiegen wir nach nur einem Jahr Landesliga wieder in die Bezirksliga ab.

Nach diesem, zuletzt doch unerwarteten Rückschlag mußten wir einige Abgänge verzeichnen und spielten in den beiden  darauf folgenden Jahren in der Bezirksliga keine gute Rolle. 1982 mussten wir sogar den Gang in die A-Klasse antreten. Nach einem Umbruch in der Mannschaft verbunden mit einem Neuaufbau konnten wir uns in der A-Klasse von Jahr zu Jahr kontinuierlich steigern, von Platz neun über Platz fünf und drei bis hin zum größten Highlight der Achtziger Jahre: Hier wurde in der Saison 1985/1986 nicht nur die Meisterschaft in der A-Klasse nach Odenheim geholt, sondern auch der Kreispokalsieg. Im Finale in Ubstadt konnte sich unsere Mannschaft um Spielertrainer Rüdiger Kutsch vor 600 Zuschauern mit 4:0 klar gegen den FV Neuthard durchsetzen.

Saison 1985/1986 Meisterschaft A-Klasse und Kreispokalsieger
Hinten von links: Betreuer Karl Rudolf, Spielausschuß Robert Laub, Mario Da Silva, Thomas Jochum,
                           Jürgen Buch, Dieter Rauch, Rüdiger Kutsch, Helmut Försching, Wilfried Laub,
                           Josef Hörner, Spielausschuß Hans Ams, 1. Vorstand Klaus Mach
Vorne von links: Karl-Heinz Habich, Uwe Zorn, Herbert Staudacker, Thomas Weis, Uwe Mangang,
                          Günter Würtz

Von da an gehörte der FC “Viktoria“ Odenheim mit meist guten Ergebnissen als fester Bestandteil der Bezirksliga Karlsruhe/Bruchsal an. Zweimal mußten allerdings kritische Situationen überstanden werden. Zum einen gegen Ende der Saison 1991/1992, als gerade das neue Clubhaus fertig wurde. Dieses war als größte Gemeinschaftsleistung unseres Vereins in zwei Jahren durch Eigenarbeit von über 120 Mitgliedern und Freunden mit mehr als 10.000 Arbeitsstunden sowie der Unterstützung der Stadt, des Landkreises, des Sportbundes und des einheimischen Gewerbes erstellt. Das neue Clubhaus trat insbesondere für einen zeitgemäßen Sportbetrieb an die Stelle der alten, aufgrund ihrer funktionellen Mißstände und dezentralen Lage auf Dauer nicht mehr tragbaren Heimstätte. In dieser Saison geriet unser Team immer tiefer in den Abstiegsstrudel und konnte erst am letzten Spieltag das rettende Ufer erreichen.

1992 Fertigstellung Clubhaus
Andreas Scheibli, Günter Tänzer, Franz Eisenkramer, Josef Mattern, Albert Becker

Bereits ein Jahr später sah es trotz etwas besserer Platzierung als im Vorjahr noch düsterer aus, nicht weniger als elf Spieler kehrten zum Saisonende 1992/1993 dem Verein den Rücken zu. Glücklicherweise konnte mit dem verbliebenen Stamm personal, talentierten Jugendspielern und erstmals in der Vereinsgeschichte mit mehreren auswärtigen Neuzugängen eine überraschend spielstarke Truppe gebildet werden, die am Rundenschluss einen beachtlichen fünften Tabellenplatz belegte. Die zweite kritsiche Phase in der Bezirksliga galt es in der Runde 1995/1996 zu überstehen, wo man mit Verstärkungen in der Winterpause  zumeist waren dies ehemalige Spieler des FC Odenheim den Abstieg souverän vermeiden konnte. Aufbauend auf dieses Team mit zumeist “eigenen“ konnte bereits ein Jahr später nicht nur ein vorderer Platz in der Bezirksliga Bruchsal belegt werden sondern mit dem Kreispokalsieg 1997 auf dem Platz des FC Unteröwisheim gegen den A-Ligisten SV Gochsheim seit langer Zeit mal wieder ein Titel nach Odenheim geholt werden.

Saison 1996/1997 Kreispokalsieger
Hinten von links: Spielausschuß Hans Ams, Steffen Pfeifer, Michael Kessler, Sven Petri,
                           Jochen Ams, Uwe Holzwarth, Peter Winter, Jörg Bolich, Dragoslav Zdeljar,
                           Trainer Herbert Anderer, Spielausschuß Franz Winter
Vorne von links: Jürgen Zorn, Jochen Hemberger, Jochen Müller, Tayfun Atmaca, Acacio Da Silva,
                          Günther Würtz, Uwe Zorn

In dieser Zeit gesellten sich auch einige Spieler aus Östringen hinzu, die größtenteils mit unserem Nachwuchs in Teams der erfolgreich praktizierten Jugend-Spielgemeinschaft aktiv waren. Diese bodenständige Einheit sorgte denn auch für herausragende sportliche Erfolge und es begann nun die wohl erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte. Bereits in der Saison 1997/1998 konnte sich unser Team um Spielertrainer Herbert Anderer die Meisterschaft in der Bezirksliga sichern und holte zudem im Endspiel in Östringen gegen den A-Ligisten TuS Mingolsheim auch den Kreispokalsieg. Für dieses Double ist das Erfolgsteam bei der Sportlerehrung der Stadt als erster Fussballclub zur Mannschaft des Jahres gekürt worden.

Saison 1997/1998 Meister Bezirksliga und Kreispokalsieger
Hinten von links: 1. Vorstand August Kessler, Spielausschuß Hans Ams, Ramazan Senolan,
                           Michael Kessler, Sven Petri, Jörg Bolich, Peter Winter, Jürgen Zorn,
                           Jochen Hemberger, Trainer Herbert Anderer, Spielausschuß Franz Winter
Vorne von links: Uwe Zorn, Acacio Da Silva, Uwe Holzwarth, Maik Wippel, Hakan Yigit,
                          Jochen Müller, Jochen Ams, Tayfun Atmaca, Klaus Bühler, Dennis und Kevin Atmaca

Das Abenteuer Landesliga  der Verein konnte sich wie andern Orts üblich, keine teuren Neuzugänge leisten  wurde zwar nicht bestanden, dennoch war dieses Jahr 1998/1999 in der Landesliga gerade für unsere Nachwuchsspieler gewinnbringend. Die Mannschaft um den neuen Spielertrainer Torsten Klimesch hatte sich gefestigt und konnte bereits in der Saison 1999/2000 zum 90jährigen Jubiläum den Double-Erfolg fast wiederholen, als man bereits vier Spieltage vor Schluss souverän Bezirksligameister wurde und im Kreispokalfinale in Stettfeld erst im Elfmeterschiessen dem VfR Rheinsheim unterlag.

Saison 1999/2000 Meister Bezirksliga
Hinten von links: Förderkreisvorsitzender Bernd Schäfer, Spielausschuß Hans Ams, Torsten Heger,
                           Michael Kessler, Michael Rügner, Peter Winter, Steffen Pfeifer, Jürgen Zorn,
                           Jörg Bolich, Ramazan Senolan, Mario Da Silva, 1. Vorstand Günter Tänzer,
                           Betreuer Karl Rudolf
Vorne von links: Thomas Vogel, Martin Keilbach, Hakan Yigit, Manuel Würtz, Torsten Witte, Trainer
                          Torsten Klimesch, Bernd Barth, Steffen Försching, Acacio Da Silva, Uwe Zorn

Nach wiederum schwacher Vorrunde in der Landesligasaison 2000/2001 konnte sich die Mannschaft in der Rückrunde nach zwischenzeitlichem Trainerwechsel rehabilitieren und holte sich mit Trainer Helmut Braun noch überraschend den Relegationsplatz, wo man im skandalösen Spiel - der Schiedsrichter verhielt sich, allen Zuschauern ersichtlich, nicht neutral - auf dem Sportplatz in Oberderdingen gegen den späteren Aufsteiger Fatihspor Pforzheim verlor.
Nach dem Abstieg in die Bezirksliga konnte die Mannschaft die hohen Erwartungen für die Saison 2001/2002 erneut erfüllen und schaffte den Wiederaufstieg mit Spielertrainer Werner Schnepf. In den beiden Relegationsspielen bezwang man die  Spvgg Durlach-Aue in Neuthard und den FC Birkenfeld in Bretten. Dieser Aufstieg war um so schöner, da man nach der Verbandsrunde noch zwei echte Endspiele vor stattlichen Zuschauerkulissen gegen die jeweils favorisierten Teams gewonnen hatte und der Verein aufgrund der Erfolge der letzten Jahre im Feiern von Aufstiegen erprobt war.

Saison 2001/2002 Vizemeister Bezirksliga Aufstieg Landesliga
Hinten von links: Förderkreisvorsitzender Bernd Schäfer, Spielausschuß Tayfun Atmaca,
                           Steffen Försching, Andreas Leiter, Alexander Scheuring, Ramazan Senolan,
                           Michael Keßler, Peter Winter, Klaus Bühler, Alexander Klimesch, Hakan Yigit,
                           3. Vorstand Günther Würtz, Betreuer Karl Rudolf
Vorne von links: 2. Vorstand Franz Winter, Trainer Werner Schnepf, Elvis Karam, Manuel Würtz,
                          Michael Drexler, Thomas Vogel, Martin Keilbach, Michael Berger, 1. Vorstand
                          Robert Laub

Mit einer kaum veränderten Mannschaft ohne große Verstärkungen konnte man auch dieses Mal die Liga nicht halten und mußte nach wiederum einer Spielzeit 2002/2003 in der Landesliga Mittelbaden den Weg zurück in die Bezirksliga Bruchsal antreten. Nach einigen Abgängen vor allem einiger Routiniers konnte die Mannschaft die darauf folgenden beiden Jahre nicht wie in den Aufstiegsjahren zuvor um die Meisterschaft mitspielen, erzielte jedoch mit überwiegend einheimischen Spielern mit den Plätzen sieben 2004 und fünf 2005 immer noch beachtliche Ergebnisse. Der nächste Titelgewinn gelang den Viktorianern erst  wieder 2005 als man im Kreispokalfinale in Unteröwisheim den Lokalrivalen SV Menzingen bezwang.

Saison 2004/2005 Kreispokalsieger
Hinten von links: Ortsvorsteher Gerd Rinck, Alexander Scheuring, Spielausschuß Tayfun Atmaca,
                           Andreas Leiter, Spielausschuß Peter Winter, Elsin Karam, Murat Cakmak,
                           Kevin Schäfer, Denis Schrodt, Frank Stephan, Christopher Kramer, Betreuer
                           Karl Rudolf, 1. Vorstand Förderkreis Bernd Schäfer, 2. Vorstand Franz Winter
Vorne von links: Hakan Yigit, Steffen Försching, Michael Umhof, Elvis Karam, Thomas Vogel,
                          Yasin Cakmak, Bruno Filipe, Andre Daubmann, Simon Mildenberger

Es folgten zwei weitere Jahre in der Kreisliga Bruchsal ohne Titelgewinn, jedoch konnte die Mannschaft, die durch Spieler aus der näheren Umgebung verstärkt wurde, mit den Plätzen 3 u. 5 sehr gute Ergebnisse vorweisen. Dass es hier nicht für den Sprung nach ganz vorne reichte, lag vor allem daran, dass aus dem Kreise der Favoriten eine Mannschaft herausragte, die mit großem Punktepolster Meister wurde und die Verfolger bereits Mitte der Nachrunde den Titelgewinn abschreiben konnten. In der anschließenden Saison 2007/2008 gehörte der FC Viktoria Odenheim wieder zu den vier besten Teams. Der FCO stellte seit langem wieder die beste Abwehr der Kreisliga Bruchsal und krönte die sehr gute Saisonleistung mit dem Kreispokalsieg 2008. Im Endspiel konnte sich die Mannschaft um Trainer Peter Winter in einem an Spannung nicht zu überbietenden Finale auf dem Sportplatz in Flehingen gegen den Vizemeister VfB Bretten durchsetzen und holte nach Verlängerung und Elfmeterschiessen den vierten Kreispokaltitel innerhalb der letzten elf Jahre.

Saison 2007/2008 Kreispokalsieger
Hinten von links: Trainer Peter Winter, Fabian Fersching, Martin Keilbach, Christopher Kramer,
                           Uwe Korp, Thomas Vogel, Manuel Henrich, Christian Winter, Marco Witte,
                           Betreuer Marcus Schäfer, 1. Vorstand Robert Laub, 2. Vorstand Franz Winter
Vorne von links: Nurcan Esen, Steffen Försching, Naim Yesilyurt, Taner Kilinc,
                          Marcel Reichensperger, Hakan Yigit, Sebastian Pilarski, Alexander Zimmermann

In der Saison 2008/2009 konnte die Viktoria den vierten Platz aus dem Vorjahr bestätigen, wobei man nach einer starken Rückrunde erst am vorletzten Spieltag den Relegationsplatz aus den Augen verlor. Im selben Jahr konnte mit der Sanierung der Kabinen- und Duschräume ein lang ersehnter Wunsch des Vereins verwirklicht werden. Mit Unterstützung der Stadt Östringen sowie einigen Sponsoren wurden im April 2009 die neuen Kabinen in Betrieb genommen.

Mit einem mißglückten Saisonstart 2009/2010 konnten die geplanten Ziele nicht umgesetzt werden und am Ende belegte der FCO den siebten Platz. Aktuell erfolgt im Jubiläumsjahr ein Umbruch und der Verein ist bestrebt, die Mannschaft mit jungen, einheimischen Spielern zu besetzen. Dies bestätigt sowohl die Einkaufspolitik, wo für die kommende Runde fast nur Odenheimer Spieler zurückgeholt wurden, als auch die gegenwärtige Zusammensetzung des gesamten Mannschaftskaders, der zu über 75 Prozent aus ortsansässigen Akteuren besteht. Mit dieser jungen Mannschaft soll auch mittelfristig der Aufstieg in die Landesliga geschafft werden.

Die Mannschaft im Jahre 2010
Hinten von links: Spielausschuß Marcus Schäfer, Alexander Zimmermann, Manuel Würtz, Elvis Karam,
                           Immanuel Muth, Christopher Kramer, Nicolai Würtz, Dennis Atmaca,
                           Steffen Försching, Betreuer Karl Rudolf
Mitte von links: 1.Vorstand Robert Laub, Spielausschuß Torsten Witte, Oliver Warth, Dominik Muhr,
                         Luca Hodecker, Jens Knaus, Konstantin Heinitz, Marvin Keller, Trainer
                         Andreas Backmann, 2.Vorstand Tayfun Atmaca
Vorne von links: Fabian Fersching, Nurcan Esen, Hakan Yigit, Jan Geiger, Karsten Kassay,
                          Taner Kilinc, Alfredo Santangelo, Julian Fersching, Shalja Labinot



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